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Die besten KI-Tools für 3D-Modellierung im Jahr 2025 – Ein Überblick für 3D-Künstler

Sind Sie neugierig, was derzeit im Bereich der KI-gestützten 3D-Modellierung passiert? Nach über 20 Jahren Erfahrung in der Erstellung medizinischer und wissenschaftlicher 3D-Animationen habe ich viele hochwertige anatomische Modelle bei etablierten Anbietern wie 3D-Science, Turbosquid oder CG-Trader erworben. Mit dem Aufkommen neuer KI-Tools wie Meshy.AI, LumaLabs Genie und 3D AI Studio stellt sich mir die Frage: Können diese Tools Modelle generieren, die ich tatsächlich in meinen Projekten verwenden kann?

Im Folgenden gebe ich einen Überblick über einige aktuelle KI-Tools, die eine Text-zu-3D-Generierung ermöglichen. Ich schildere meine bisherigen Erfahrungen und bewerte die Qualität und Anwendbarkeit der Modelle. Angesichts der zunehmenden Anzahl neuer Tools konzentriere ich mich auf jene, die meiner Meinung nach aktuell besonders interessant sind.

Warum KI-3D-Modellierung?

Ich bin kein Experte in KI-Technologie und habe auch nicht den Anspruch, alle technischen Details zu verstehen. Meine Frage ist vielmehr: Was kann KI für mich als Künstler leisten? Kann ich mithilfe von KI Modelle erstellen, die für meine Arbeit ausreichend hochwertig sind?

In der Bildgenerierung nutze ich regelmäßig Adobe Firefly, das auf Adobe Stock zugreift und nicht das Internet durchsucht. Diese Transparenz gefällt mir. Im 3D-Bereich suche ich häufig nach kostenlosen oder kostengünstigen Modellen. Wenn ich stattdessen einfach einen Textprompt eingeben und ein Modell generieren lassen kann, spart mir das möglicherweise Zeit – Zeit, die ich lieber in kreative Prozesse investiere.

Natürlich: Wer hochdetaillierte Modelle mit perfekten Texturen und sauberem Mesh erwartet, wird derzeit von KI-Tools noch enttäuscht. Doch als Grundlage für Konzeptdesigns oder erste Entwürfe können die Ergebnisse bereits hilfreich sein.

Meshy.AI

Meshy.AI wirbt mit dem Versprechen, dass sich Texte und Bilder in weniger als einer Minute in 3D-Modelle verwandeln lassen. Praktisch dauert ein Durchlauf – inklusive Download – etwa fünf Minuten und kostet 45 Credits. Mit dem kostenlosen Konto stehen monatlich 200 Credits zur Verfügung.

Benutzeroberfläche:
Die Bedienung ist intuitiv, visuelle Hinweise und Symbole erleichtern den Einstieg. Auch Einsteiger finden sich schnell zurecht.

Modellqualität:
Meshy liefert brauchbare Modelle, vor allem bei realistischen Objekten. Begriffe wie „4K“ oder „hohe Auflösung“ im Prompt verbessern das Ergebnis. Die Modelle eignen sich gut als Basis für Weiterverarbeitung – für den direkten Einsatz in Spielen oder Animationen sind sie noch nicht optimal.

Geschwindigkeit:
Meshy gehört zu den schnellsten Tools am Markt. Erste Vorschauen erscheinen innerhalb weniger Sekunden, die Modellgenerierung dauert je nach Serverauslastung ein bis zwei Minuten.

Preise:

  • Kostenlos: 200 Credits pro Monat
  • Pro: 1000 Credits für 16 $ monatlich (jährliche Abrechnung)
  • Max: 4000 Credits für 48 $ monatlich
  • Max Unlimited: unbegrenzt für 96 $ monatlich

Meshy bietet auch 3D-Modellierung aus Bildern, Voxel-Modelle aus Text und KI-Texturierungen.

Fazit:
Ein leistungsfähiges Tool mit schnellem Workflow, das besonders für Konzeptkünstler und Designer interessant sein dürfte.

3D AI Studio

3D AI Studio punktet mit einer breiten Funktionalität: Neben Text-zu-3D sind auch Text-zu-Bild sowie Bild-zu-3D möglich. Alles in einem Tool zu haben, vereinfacht den Arbeitsprozess erheblich.

Benutzeroberfläche:
Das Design erinnert an klassische 3D-Software, was den Einstieg für erfahrene Nutzer erleichtert. Die Geschwindigkeit ist vergleichbar mit Meshy, allerdings kommt es gelegentlich zu Serverüberlastungen.

Modellqualität:
Die Ergebnisse ähneln denen von Meshy. Die Texturen wirken etwas weicher und gleichmäßiger. Das Licht wirkt oft einseitig, was bei der Szeneplanung berücksichtigt werden sollte.

Geschwindigkeit:
Modelle entstehen innerhalb einer Minute. Die „Refine“-Funktion benötigt mehr Zeit. Ich persönlich nutze meist das Grundmodell und bearbeite es anschließend weiter.

Preise:

  • Starter: 300 Credits für 6,90 $ monatlich
  • Basic: 900 Credits für 9,90 $
  • Studio: 2600 Credits für 29,90 $

Zusätzliche Credits: 1000 Credits für 24 $ oder 3000 Credits für 79 $.

Fazit:
Ein solides Tool mit vielseitigen Funktionen, besonders für Nutzer, die alle Schritte der Content-Erstellung in einem Programm vereinen möchten.

LumaLabs Genie

Die Text-zu-3D-Funktion „Genie“ von LumaLabs ist derzeit kostenlos nutzbar. Es ist das kreativste Tool, das ich ausprobiert habe – besonders bei fantasievollen Modellen zeigt es seine Stärken.

Benutzeroberfläche:
Sehr einfach gehalten. Es gibt nur ein Textfeld. Nach Eingabe des Prompts generiert das Tool vier Entwürfe, aus denen man zur Verfeinerung auswählen kann.

Modellqualität:
Die Modelle wirken weich mit abgerundeten Kanten. Texturen sind gleichmäßig, Details erscheinen reduziert. Dennoch: Die Kreativität bei der Umsetzung ist beachtlich.

Geschwindigkeit:
Die Vorschauen entstehen schnell, die Verfeinerung (High-Res) dauert zwischen 5 und 20 Minuten. Das Warten lohnt sich, die Qualitätssteigerung ist deutlich sichtbar.

Preise:
Derzeit kostenlos, keine Abomodelle.

Fazit:
Ideal für kreative Experimente und einzigartige Designs. Wer Wert auf Realismus legt, ist bei Meshy besser aufgehoben.

Werden KI-Tools 3D-Künstler ersetzen?

Meiner Meinung nach: Nein. Neue Technologien verändern Arbeitsweisen, ersetzen aber nicht das kreative Potenzial eines Künstlers. KI kann repetitive Aufgaben erleichtern, doch komplexe Designs und kreative Entscheidungen bleiben weiterhin menschliche Domäne. Ohne die Arbeit von Künstlern gäbe es keine Datengrundlage für KI-Modelle – ein Rückgang individueller Kreativität würde letztlich zu monotonen Ergebnissen führen.

3D-Künstler können KI-Tools sinnvoll integrieren, um ihre Effizienz zu steigern. Dadurch bleibt mehr Zeit für kreative Prozesse wie Charakterdesign oder Environment-Art.

Ausblick

Die Zukunft ist ungewiss, doch ich sehe KI als Chance. Je besser wir uns über aktuelle Entwicklungen informieren, desto eher können wir entscheiden, wie wir diese Tools sinnvoll in unsere Arbeitsabläufe einbinden. Wenn KI beispielsweise beim UV-Unwrapping oder beim Schließen von Polygon-Lücken unterstützt, sehe ich großes Potenzial.

KI kann das Leben von Kreativen erleichtern – nicht ersetzen. Wer sich offen mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzt, wird langfristig davon profitieren.

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